Grahams Ecke: Johnson-Johnson

Vor ein paar Wochen wurde für das Bargain Magazine die Rubrik „Grahams Ecke“ ins Leben gerufen. Diese Artikelserie setzt sich zum Ziel, einem Investor mit sehr begrenztem Zeitbudget Investmentideen nach den Kriterien von Benjamin Graham aus Kapitel 5 seines Werkes „The Intelligent Investor“ zu liefern. Diese waren zur Wiederholung Folgende:

  • Eine signifikante Größe und Bedeutsamkeit
  • 20 Jahre oder länger andauernde Dividendenhistorie
  • Eigenkapitalquote von mindestens 50%
  • Aktienpreis nicht mehr als das 25-fache der durchschnittlichen Gewinne der letzten 7 Jahre
  • Aktienpreis nicht mehr als das 20-fache der letztjährigen Gewinne

Das erste Unternehmen, das in dieser Rubrik behandelt wird, ist der weltweit tätige Hersteller von Produkten für den Gesundheitsbereich Johnson-Johnson aus den USA.

Wer sich für die Unternehmensgeschichte interessiert, ist mit der Homepage und auch mit dem Wikipedia-Eintrag bestens bedient. Die Produktpalette von J&J umfasst alle möglichen Bedarfsgüter (Hautpflege, Wundpflege, etc.), medizinisch-technische Geräte, und Pharmazeutika. Das erste Kriterium der Größe und Bedeutsamkeit dürfte hier eindeutig erfüllt sein. Der Umsatz des letzten Jahres belief sich auf über 74 Mrd. USD.

Die Dividendenhistorie von Johnson-Johnson lässt sich fast ewig in die Vergangenheit zurückverfolgen. Auf der Homepage lässt sie sich bis 1972 einsehen. Von 1997 bis 2014 stieg die jährliche Ausschüttung von 0,43 USD auf 2,76 USD.

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 53% konservativ finanziert (ein Faktor, weshalb übrigens z.B. McDonalds oder IBM nicht für ein Portfolio eines defensiven Investors in Frage kommen).

Die Ertragslage und die damit korrespondierenden KGVs sehen so aus:

Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Gewinn (Mio.) 12949,00 12266,00 13334,00 9672,00 10853,00 13831,00 16323,00
Marktwert (Mio.) 267140,00  per 13.10.2015
durchschnittlicher Gewinn (Mio.) 12746,86
KGV Durchschnitt 20,96
KGV 2014 16,37

Quelle: finanzen.net

Es sind also auch beide Preiskriterien, die Graham aufgestellt hat, erfüllt. Johnson-Johnson ist demnach ein Kandidat für ein Portfolio eines defensiven Investors.

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