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Auch diese Woche gibt es wieder eine Zusammenstellung interessanter Beiträge aus den Medien, die mir bei meiner täglichen Recherche untergekommen sind und die einen gewissen Bezug zu den im bargain Portfolio befindlichen Unternehmen aufweisen. Okay, zumindest für drei der vier Links in dieser Liste gilt dieser Zusammenhang. Der vierte Link ist ausnahmsweise eher etwas Erheiterndes.

http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000341418#.

Der texanische Öl- und Energieinvestor Boone Pickens spricht auf CNBC über seine Ansichten zum Ölpreis. Er führt den Preisverfall in konservativer Manier nicht auf irgendwelche Verschwörungstheorien zurück, sondern einfach auf eine Kombination aus schwächerer Nachfrage und erhöhtem Angebot. Außerdem rät er – wie es bei bargain auch geschieht – zum regelmäßigen Blick auf die rig counts. In Rezessionen und sonstigen Phasen des Überangebotes sei bereits in der Vergangenheit zu erkennen gewesen, wie schnell sich diese rig counts halbieren können.

Ich persönlich würde nicht soweit gehen wie Pickens, und alles auf (möglicherweise) rationales Marktverhalten zurückführen. Ehrlich gesagt halte ich es für wahrscheinlich, dass zumindest ein gewisser Teil auch politisch motiviert sein könnte. Außerdem finde ich, dass sich der gute Mann zu einem sehr mutigen Ausblick hinreißen lässt, wenn er eine Prognose auf Sicht von 12 bis 18 Monaten für den Brent-Ölpreis trifft und diesen (wieder) auf 90 bis 100 USD sieht. Man wird sehen, ob das ganze nicht länger dauert, insbesondere dann, wenn nicht nur der Markt den Preis beeinflusst, sondern auch politisches Geschehen, das nun wirklich überhaupt nicht vorhersehbar ist. Der springende Punkt für die Ölunternehmen im bargain Portfolio ist allerdings, dass auch in dem Fall, wo es mehrere Jahre dauert, bis sich der Ölpreis wieder auf ein früheres Niveau bewegt, eine einigermaßen faire Rendite (zumindest in Relation zum Marktzins) erzielbar ist. Ich denke, dass viele Leute, die jetzt Ölaktien verkaufen, diesen Punkt völlig falsch einschätzen.

http://phx.corporate-ir.net/phoenix.zhtml?c=79687&p=irol-rigcountsoverview

Apropos rig count: ich weiß zwar, dass ich den Link erst unlängst gebracht habe, wegen der Signifikanz wiederhole ich mich aber gerne. Die Zahlen der Woche von Baker Hughes zeigen, dass der kanadische Rig Count innerhalb einer Woche um sage und schreibe 135 zurück gegangen ist, was ungefähr ein Drittel (!) der Zahlen von voriger Woche entspricht. Das ist wirklich eine gewaltige Bewegung und zeigt, dass vor allem der kanadische Teil des Angebots in großen Mengen zu Preisen um die 60 USD oder darunter einfach nicht aufrecht zu erhalten ist.

Edit (31.12.2014): Offenbar ist diese Schlussfolgerung zumindest voreilig gewesen. Ein Leser hat mich (nachlesbar weiter unten in den Kommentaren und mit einem Link auf ein detaillierteres Excel-Dokument belegt) darauf hingewiesen, dass der Kanadische rig count jedes Mal in den letzten Jahren um die Weihnachts- und Jahreswechselzeit drastisch rückläufig war. Es wird also abzuwarten sein, wie sich diese Zahl nach den Feiertagen entwickelt, bevor eine Schlussfolgerung, wie ich sie oben gezogen habe, zulässig ist.

http://www.wacc.de/DCFVorlesungen/index.php

Von einem Leser habe ich diesen sehr interessanten Link weitergeleitet bekommen. Es handelt sich um eine Vorlesung, die die Basics der Discounted Cashflow Rechnung und dem Ansatz der WACC (weighted average cost of capital) meines Erachtens sehr gut erklärt.

Man mag zur Praktikabilität des Ansatzes stehen wie man will, aber es ist unerlässlich, zumindest dessen Basics zu kennen.

http://wirtschaftsblatt.at/home/life/timeout/4628431/Golfer-Barack-Obama-verdraengt-Hochzeitspaar-vom-16-Loch?_vl_backlink=/home/index.do

Das war etwas, das mich heute morgen amüsiert hat. Der mächtigste Mann der Welt versucht sich offenbar als Hochzeitscrasher, hat anschließend aber den Anstand, sich für seine „Aufdringlichkeit“ zu entschuldigen. Die Moral von der Geschichte für mich persönlich ist, dass ich von einer Hochzeit in Hawaii um die Zeit der Weihnachtsferien herum absehen werde.

4 Kommentare Kommentierte Links

      1. Daniel

        @Bernhard: Da dürftest Du völlig Recht haben. Das Excel-Dokument habe ich nicht bis zum Ende angeschaut, also ist mir das total entgangen. Man wird warten müssen, wie sich das nach den Ferien entwickelt.

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