Portfolio – Update vom 16.02.2016

Im Portfolio von Bargain Investments hat es einige kleine Änderungen gegeben. Die Position Posco ADR wurde zu einem Preis von umgerechnet etwas weniger als 34 Euro pro Stück verkauft. Posco war ein Trittbrettfahrer-Engagement nach dem bekannten Value Investor Mohnish Pabrai. Dieser hat im abgelaufenen Quartal seine Position nun geschlossen, weshalb auch für das Portfolio von Bargain eine Verkaufsentscheidung zu treffen war. Angesichts der Performance von über -36% inklusive Dividenden kann es als eindeutiger Fehlschlag gewertet werden.

Mit den freigesetzten Mitteln wurden zum Teil zwei bereits bestehende Positionen ausgebaut und andererseits die Cashquote erhöht. Zu Kursen von rund 50 Euro pro Stück wurde weiter in die bereits des Öfteren behandelte Rosenbauer International investiert. Außerdem wurden zu etwas über 101 Euro pro Stück weitere Anteilsscheine von Mayr-Melnhof Karton AG gekauft.

8 Kommentare Portfolio – Update vom 16.02.2016

  1. Thomas

    Wenn du deine Trittbrettfahrer-Engagements heranziehst, wie viele davon waren denn wirklich erfolgreich bzw. hättest du auch bei näherer Analyse vor dem Kauf dieses Investment überhaupt getätigt?

    Reply
    1. Daniel

      @Stefan: Nein, es ist ein Trittbrettfahrer-Engagement gewesen. Von daher kann ich keine fundamentalen Gründe nennen.

      @Thomas: Es gab bisher zwei solche Engagements (Posco und Sodastream). Beide waren Fehlschläge. Das ist jetzt aber nicht wirklich eine repräsentative sample size. Den zweiten Teil der Frage kann ich naturgemäß nicht beantworten.

      Reply
      1. Thomas

        Ich hab meine Frage falsch gestellt. Du hast ja wahrscheinlich nicht nur blind nachgekauft. Welche Kennzahlen hast du dir angesehen bzw. was hast du gewusst vor dem Kauf? UND würdest du jetzt etwas anders machen?

        Reply
        1. Daniel

          Die Kriterien für ein Trittbrettfahrerengagement sind: solide Bilanz (entsprechende EK-Quote, verhältnismäßig niedriges gearing), gleicher oder besserer Preis als der beobachtete Investor und ein langfristiger guter track record dieses Investors. Alle drei Kriterien waren bei beiden Engagements erfüllt. Insofern würde ich nichts anders machen.

  2. Thomas

    Ich würde mal sagen, dies trifft auf viele Unternehmen zu und nur aufgrund dieser Kriterien Unternehmensanteile zu kaufen klingt für mich zumindest sehr willkürlich… Meiner Meinung nach sollte ein solcher Investor nur ein weiterer Pluspunkt in einer sorgfältigen Analyse sein

    Reply
  3. Daniel

    Eigentlich sind das nicht ganz so viele, wie man vielleicht denkt. Erstens gibt es nicht sooo viele Investoren mit einem nachprüfbar überdurchschnittlichen track record. Zweitens kriegt man die Anteile oft nicht um einen ähnlichen oder gar besseren Preis wie derjenige, weil die Aktien vermehrt gleich bei Offenlegung des Engagements nach oben gehen. Drittens wird dieser ohnehin schon dünne Kreis an Kandidaten weiter ausgedünnt dadurch, dass gewisse Bilanzkriterien erfüllt sein müssen.

    Die Überlegung bei dem Ganzen ist Folgende: Man geht davon aus, dass diese Investoren Entscheidungen mit einem positiven Erwartungswert (in Relation zu ihrer benchmark) treffen. Ansonsten würde man implizieren, dass sie ihre Fähigkeiten, mit denen sie outperformt haben, verlernt haben.

    Das Ganze garantiert natürlich nicht, dass alle Engagements steigen. Bei einer hinreichend großen sample size sollte das aber möglich sein. Ich möchte das mit dem Pokerspiel vergleichen: stell Dir vor, Du könntest Dich mit einem teilweisen buy in an einem überdurchschnittlich guten Pokerspieler beteiligen und hättest die selben odds. Unter dem Strich sollte das einträglich sein, kann aber bei drei, vier oder fünf Partien extrem schwanken oder verlustbringend sein.

    Reply

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *